Persönliche Angaben

Schultypen 

Die zahlenmäßige Stärke der nach Geschlecht oder Herkunft aufgeteilten Gruppen ist in der Tabelle 1 dargestellt.

Bild01 Schularten.pngDie Zahlen der befragten SchülerInnen entsprechen in etwa der Verteilung der SchülerInnen auf Schularten in Fellbach. 

Schultypen und Geschlecht

Bild04 Geschlecht Klass.pngWährend in den Realschulen die Anteile beider Geschlechter ausgeglichen sind, überwiegen in den gymnasialen Klassenstufen leicht die Mädchen. (In der  Kursstufe verändern sich diese Verhältnisse).
In den Werkrealschulen dominieren deutlich die Jungen.

Bild05 Geschlecht Priv.pngIm popcollege überwiegen die Jungen, im Kolping-Bildungswerk, Grafik & Design Mädchen.

Nachfolgend kurze Beschreibung der jeweiligen Bildungsangebote, die von beiden Geschlechter so unterschiedlich wahrgenommen werden.
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Popcollege: Die Gestaltung der Unterrichtsinhalte orientiert sich am Bedarf des Marktes an einer fundierten Ausbildung des neuen Berufsbildes Musik- und SounddesignerIn und TelemediendesignerIn. Die qualifizierte Wissensvermittlung und die Weitergabe von Erfahrung erfolgt durch erfahrene Musiker und Produzenten aus dem Musik- und Medienmarkt. (Quelle: popcollege)

Grafik-Design: Die Schüler/innen (...) lernen die wesentlichen Aufgabenbereiche des Grafik-Design kennen und erfahren eine Einführung in die weiteren Zusammenhänge der visuellen Kommunikation. Die Schüler/innen erfassen die notwendigen Vorgänge bei Konzeption, Entwurf und Ausführung. Dabei sollen sie in die Lage versetzt werden, solche Aufgaben mit Hilfe aktueller Medien zu gestalten und zu realisieren.

Im 1. Schuljahr erarbeiten die Schüler/innen die bildnerischen Grundlagen des Grafik-Design im gegenständlichen und ungegenständlichen Bereich. Während des 2. und 3. Schuljahres orientiert sich die Arbeit der Schüler/innen zunehmend an geeigneten angewandten Aufgaben des Grafik-Design.

Die kreative Entwurfsarbeit und die praxisnahe Ausführung mit zeitgemäßer Technik gehen eine notwendige Synthese ein. An geeigneten Projekten werden auch Fächer übergreifende Arbeiten zur Ausführung gebracht. (Quelle: Kolping-Bildungswerk)

Schultypen und Geschwisterzahl 

Bild06 Geschwister.pngDie durchschnittliche Kinderzahl ist bei  Migranten-Familien ein wenig höher als bei deutschen Familien..

Die Großfamilien sind unter MigrantInnen  etwas häufiger zu finden als bei Deutschen: etwa 41% der Kinder aus Großfamilien haben Migrationshintergrund (in der Gesamtzahl der Befragten ca. 30%).

Genaue Zahlen siehe Tabelle 2 und Tabelle 3

 
Bei der Betrachtung des Zusammenhangs zwischen Kinderzahl in der Familie und Schultyp ist erkennbar, dass Kinder mit wenigen Geschwistern bessere Chancen haben, aufs Gymnasium zu kommen.

Konkret: 61% der Einzelkinder besuchen das Gymnasium (und nur 12% die Werkrealschule), aber Kinder aus Großfamilien besuchen nur zu 43% das Gymnasium (und zu 20% die Werkrealschule).




Bei einer separaten Betrachtung von deutschen und Familien mit Migrationshintergrund erkennt man, dass bei Deutschen kein Zusammenhang zwischen Geschwisterzahl und Schultyp besteht. Migrantenkinder aus kinderreichen Familien haben dagegen schlechtere Chancen auf eine gute Ausbildung und sind überproportional in den Werkrealschulen vertreten.



Schultypen und Abstammung

In Baden-Württemberg hat 25% der Bevölkerung Migrationshintergrund. In Fellbacher Schulen machen die Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund 29% der Schülerschaft aus (35% in der Klassenstufe, 19% in der Kursstufe). Im Gegenteil zu einigen anderen Umfragen wurde bei Dieser nicht nach dem Pass, sondern nach der Herkunft der beiden Elternteile gefragt. Dementsprechend wird der Begriff Migrant (beide Elternteile zugewandert) oder Halbmigrant (ein Elternteil zugewandert) benutzt.

Genannt wurden eine Vielzahl von Herkunftsländern von Angola bis Weißrussland – vereinzelt auch nicht offiziell existierende wie „Siebenbürgen“, „autonome Republik Kurdistan“ und „Palästina“. Bemerkenswert ist, dass sich drei Schüler mit der Herkunft „DDR“ als Migranten bezeichnen.

Was auffällt und was auch andere Untersuchungen bestätigen:
Die meisten Kinder der (relativ kleine Gruppe der) Eltern aus EU-Ländern, USA, Kanada und Asien findet man am Gymnasium und teilweise in der Realschule. Die Migranten der Werkrealschulen stammen fast alle aus der ehemaligen UdSSR, vom Balkan oder aus der Türkei.


Bild10 Abstammung Schultyp.pngIn Gymnasien überwiegen deutsche SchülerInnen, in Werkrealschulen die MigrantenInnen.

Diese Tendenz wird auch durch folgende Zahlen bestätigt: 
Betrachtet man die Staatsangehörigkeit, so gibt es in Werkrealschulen 46% AusländerInnen, in Realschulen 21% und in Gymnasien 7%. (Quelle: Informationen über die Schülerzahlen im Schuljahr 2010/2011 der Stadt Fellbach)  


Bild11 Schultyp Abstammung.pngUnter den deutschen SchülerInnen besucht nur jede/r zwanzigste eine Werkrealschule, unter denen mit Migrationshintergrund fast jeder Dritte.  

Bild12 Abstammung Gym.pngIn der Kursstufe ist die Zahl der MigrantInnen und HalbmigrantInnen noch kleiner. Woran es liegen mag? Schaffen es weniger Jugendliche mit Migrationshintergrund bis zur Kursstufe, oder vielleicht gab es eine positive Entwicklung und es sind mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Klassenstufe als noch vor 3-4 Jahren?

Es ist ein Beispiel dafür, wie verlockend zu weit gehende Interpretationen sein können.
Solange keine weiteren Erkenntnisse vorliegen, kann man anhand dieser Zahlen nicht entscheiden, welche von beiden Interpretationen der Wahrheit am nächsten ist.

Bild13 Abstammung Kurs.pngDie Migrantenanteile in den beiden privaten Schulen liegen dicht bei den Werten der gymnasialen Kursstufe.

Ob Gymnasium oder private Schule - nur ein kleinerer Teil von Migrantinnen und Migranten besucht diese Schultypen in Fellbach.

Genaue Zahlen sind in der Tabelle 1 dargestellt.

Sport, Vereine, Ehrenamt

Bild21 Sportlich Klass.pngHierbei wird Mitgliedschaft im Sportverein sowie Nutzung von Schwimmbad, Bolzplatz, BMX-Bahn usw. berücksichtigt.  Es fällt auf, dass WerkrealschülerInnen weniger sportlich aktiv sind als die restlichen SchülerInnen. Dies trifft besonders deutlich für Mädchen mit Migrationshintergrund zu. 



Bild23 Sportlich Klass Kurs.pngHier wird Mitgliedschaft im Sportverein sowie Nutzung von Schwimmbad, Bolzplatz, BMX-Bahn usw. berücksichtigt. Die Ergebnisse sind ziemlich homogen, bis auf die Migranten und Migrantinnen in der Kursstufe. Ein Rückgang der Sportaktivitäten in höheren Klassen ist deutlich, besonders bei Migrantinnen. 


Bild24 Sportverein Klass Kurs.pngHier wurden sportliche Aktivitäten nur im Sportverein berücksichtigt. Wieder gehen die Mitgliedschaftsanteile bei den Migranten und Migrantinnen in der Kursstufe stärker zurück als bei Deutschen.


Bild20 Verein Klass.pngBei dieser Frage zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Schultypen.  Es wurde generell Aktivitäten im beliebigen Verein, also auch im Sportverein, untersucht.
Am aktivsten sind die GymnasiastInnen. Diese Gruppe ist, bis auf die Gymnasiastinnen mit Migrationshintergrund, homogen. 

Generell sind die Mädchen mit Migrationshintergrund, besonders Werkrealschülerinnen, weniger aktiv als die anderen untersuchten Gruppen.
Weitaus am häufigsten kreuzten die Jugendlichen eine Mitgliedschaft im Sportverein an, gefolgt von Musikverein und kirchlicher Jugendgruppe. 
Hier war SMV (Schülermitverantwortung) am häufigsten vertreten. Bemerkenswert ist, dass bei allen Schulen der Anteil der SMV-Mitglieder zw. 1 % und 6 % liegt, am GSG aber bis zu 46% (Kursstufe) beträgt. Am GSG beteiligen sich üblicherweise viele Jugendliche am SMV: "Die Mitarbeit in der SMV steht jedem Schüler und jeder Schülerin offen." (Quelle:  Homepage des GSG)

In den Antwortbögen fand sich unter "andere" ein weites Spektrum von Engagements: NABU, Jugendfeuerwehr, Modellflug-Club, Jugendrotkreuz und andere. Der CVJM wurde zu den kirchlichen Jugendgruppen gezählt, die DLRG zu den Sportvereinen.

Ehrenamt

Bild22 Ehrenamt.pngAuf Nachfrage einiger Schüler beim Beantworten von Fragebögen wurde folgende Erklärung geliefert:

Ehrenamtlich tätig bedeutet, für eine Gemeinschaft verantwortlich und verlässlich eine Aufgabe zu übernehmen, ohne dafür bezahlt zu werden. Knapp ein Fünftel der SchülerInnen engagiert sich ehrenamtlich. In der Kursstufe übernimmt sogar ein Drittel der Gymnasiasten Verantwortung.